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Preis für Zivilcourage 2008 an Küng
Der katholische Theologe Hans Küng erhielt für sein Lebenswerk den »Preis für Zivilcourage« des Düsseldorfer Freundeskreises Heinrich Heine.
Küng wurde als »interreligiöser Vordenker« und »konstruktiver Unruhestifter« im Sinne Heines gewürdigt. Übergeben wurde der Preis, eine Bronze-Skulptur des Malers Jörg Immendorff, am 28. November 2008 in Düsseldorf. Die Laudatio hielt Walter Homolka, Rabbiner und Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs an der Uni Potsdam.
Zur Begründung der Jury:
Hans Küng steht in der Tradition Heinrich Heines. Durch sein gesellschaftspolitisches Engagement, seine geisteswissenschaftlichen Werke und Veröffentlichungen sowie kritischen Reden und Kommentare in Wort und Schrift – verbunden mit seiner persönlichen Zivilcourage – bewirkt er in unserer Gesellschaft konstruktive Unruhe im Sinne des Dichters. Hans Küng hat durch seine mutigen und intensiven Bemühungen um Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Positionen der Weltreligionen ein gemeinsames elementares Ethos herausgearbeitet. Zu Erhaltung des Weltfriedens ist für ihn ein Religionsfrieden Voraussetzung.
Der Freundeskreis Heinrich Heine rief den Preis anlässlich des 150. Todestags des Dichters im Jahr 2006 ins Leben.
Hans Küng ist nach Walter Kempowski und Ralph Giordano der dritte Preisträger.
